Am 22. August 1357 wurde der Ort Balkhausen zum ersten Mal in einem bekannten historischen Dokument namentlich erwähnt.
In diesem Dokument, welches im hessischen Staatsarchiv in Darmstadt archiviert ist, geht es um den Bickenbacher Burgfrieden.
Der Name Balkhausen, der sich im Laufe der Jahrhunderte noch öfter änderte, wurde damals als Balkhusen geschrieben.
Der Ort dürfte unter diesem Namen schon einige Zeit früher exisistiert haben. Dafür gibt es aber leider keine belegbaren Nachweise.

Abzug von der Orginalurkunde aus dem hessischen Staatsarchiv.
Mit freundlicher Genehmigung : Hess. Staatsarchiv Darmstadt (= HStAD) A 1 Nr. 21/2.

Vergrößerter Auszug aus obiger Urkunde mit dem erkennbaren Ortsnamen Balkhusen
um 0 bis ca. 400 n.Chr.
Römische Besatzung des Odenwalds, intensive Steinbearbeitung auf dem Felsberg.
ca. 774
Balkhäuser vermutlich bei Lorscher Klosterbasilika.
ca. 1263
Kirchspiel Jugenheim, Balkhausen und Langwaden.
ca. 1270
Dorf Quattelbach und Balkhausen beim Amt Jossa.
ca. 1350
Wallfahrtskapelle Heilige Catharina gebaut.
1356
Balghusen hat 10 Häuser, Jugenheim 24, Quaddelbach 4.
Die bisherigen Daten stammen größtenteils aus Überlieferungen oder Abschriften.
Originaldokumte, welche die Existens Balkhausens tatsächlich bestätigen, sind nicht mehr bekannt.
1357
Erste, noch heute vorhandene, urkundliche Erwähnung Balkhausens.
In diesem Dokument geht es um den Bickenbacher Burgfrieden.
1473
Viele Balkhäuser müssen zum Felsberg als Zeugen wegen des Grenzverlaufs.
1533
Erstmalige Erwähnung Balkhausens in der heutigen Schreibweise.
1622
Tillys Soldaten plündern und Verwüsten die Kirche.
1634
Alle fliehen vor den Schweden, vor Tortur und Pest.
Balkhausen ist total verwüstet, dann 14 Jahre Menschenleer.
1687
14-tägig Gottesdienst ohne Dach und ohne Glöcklein..
1700, 1706, 1709
Kirche erhält neues Dach. Baufällige Kirche wird gründlich renoviert.
Glocken für 81 Gulden in Frankfurt (Gießer Schneidewind) gekauft.
1714
Balkhausen wird Hessisch, von Graf von Erbach verkauft.
1758
Balkhausen erhält eine eigene Schule bewilligt.
1772
Melibokus Turmbau. Frondienst auch für Balkhausen.
1804
Balkhausen hat 188 Einwohner.
1828, 1830
Balkhausen hat 37 Häuser. 46 Auswanderer verlassen Balkhausen.
1857
Zar Alexander II. spendet 50 fl. für Balkhäuser Ortsarme.
1860
Christian Bauer ist der erste Landbriefträger.
1879
Balkhausen hat 89 Häuser und 486 Einwohner.
1887, 1888
Neues steinernes Schulhaus gebaut. Posthilfstelle eingerichtet.
1900
Freiwillige Feuerwehr löst die bisherige Pflichtfeuerwehr ab.
1926
Georg Alheim aus Schwanheim wird Lehrer über 45 Schüler (bis 1966).
1931
In Balkhausen wird das Trinkwassernetz aufgebaut.
1971
Balkhausen wird mit dem Grenzänderungsvertrag zu Jugenheim eingemeindet.
1976
Das Bürgerhaus in Balkhausen wird eingeweiht.
1977
Balkhausen wird Ortsteil der neuen Großgemeinde Seeheim-Jugenheim.
1985
Balkhausen wird an das Kanalnetz angeschlossen.
Literaturhinweise :
Balkhausen im Odenwald - Im Wandel der Zeit
Geiger-Verlag , Horb am Neckar - 1995 - ISBN 3-89570-037-1
Bildlegende Bildband (PDF-Format - 354kByte)
Hier finden sie zusätzliche Informationen zu den Bildern. Stand : 03.01.2010
Diese Informationen wurden freundlicherweise von M.B.Kneusels zusammengestellt.
Jugenheim, Balkhausen und der Heiligenberg
Hans Buchmann, 1978
Heimatbuch Seeheim-Jugenheim
Gemeindevorstand Seeheim-Jugenheim - 1981
Der Felsberg im Felsenmeer
Heiko Plößer - 1984
Bickenbach uffm Sand
Chronik der Gemeinde Bickenbach - 1974
Odenwald und Bergstraße
Rudolf Kunz - 1995
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